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Wenn Sie mehr über die Ausbildung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen wissen möchten ...
Die Grundlage für die Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bildet das "Celler Modell".
Wichtigstes Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmer für den eigenen Lebensweg, für Lebensereignisse wie Krankheit, Sterben, Tod und Trauer zu sensibilisieren. Die Förderung der Gesamtpersönlichkeit sowie das Bewußtsein der eigenen Sterblichkeit stehen im Vordergrund, damit ein hohes Maß an Echtheit in der Begegnung mit den Schwerkranken und Sterbenden erfahren wird. Um den vielfältigen Aufgaben in der Begleitung gerecht werden zu können, nehmen die MitarbeiterInnen an einem Vorbereitungsseminar, bestehend aus Grundkurs, Praktikum und Vertiefungskurs, teil.

Das Vorbereitungsseminar gliedert sich in drei Abschnitte.
1. Grundkurs - Praktikum - Vertiefungskurs (Orientierung an der Emmausgeschichte, Lukas 24,13-35)
Gemeinsam werden 8 Schritte bearbeitet, jeweils unter einem Leitwort:
WAHRNEHMEN Sich kennenlernen, Erfahrungen austauschen, wahrnehmen, wann ein Mensch ein Sterbender ist.
MITGEHEN den Weg des Sterbenden verstehen, ihn begleiten auf seinem Weg
ZUHÖREN Aufeinander hören, aktives Zuhören lernen, die Bedürfnisse Sterbender beachten
VERSTEHEN Beistehen können, verstehen können, was einer nicht sagt, die "Sprache" der Sterbenden verstehen
WEITERGEHEN In der Sterbebegleitung aufmerksam werden auf Krisen, die sich für Angehörige und Helfer einstellen können. Lernen, Kräfte realistisch einzuschätzen, Möglichkeiten zur Erneuerung der eigenen Kräfte wahrzunehmen
BLEIBEN Wie können Kräfte mobilisiert werden, die zum Bleiben in der Gruppe und zu der Aufgabe der Sterbebegleitung befähigen. Die Bedürfnisse Sterbender aufmerksam wahrnehmen, bewußt den Wunsch nach Nähe bei Sterbenden wahrnehmen, miteinander bedenken, wie dem Wunsch entsprochen werden kann
LOSLASSEN Auseinandersetzung mit der Zumutung des Abschiednehmens und Loslassens, die besonders zum Sterbeprozess gehören. Gestaltungsformen des Abschieds miteinander bedenken und gestalten.
AUFSTEHEN Aufstehen können, einen Weg weitergehen, auf Veränderung achten, hoffen, trauern, verändern
2. Das Praktikum
In dieser Phase soll jeder TeilnehmerIn einen schwerkranken Menschen besuchen und begleiten. Während des Praktikums finden Treffen mit der Möglichkeit des Austauschs und Gesprächs statt
3. Der Vertiefungskurs
Der Vertiefungskurs orientiert sich an der Geschichte vom Gelähmten nach Markus 2,1-12 Dabei sind es wieder 8 Schritte, jeweils unter einem Leitwort.
GERUFEN Die Frage nach der eigenen Motivation
GEFRAGT Gefragt als Begleiter mit Kompetenz
BEDACHT Das eigene Lebensende bedenken, anderen beim Erledigen letzter Dinge behilflich sein
BEKANNT Schmerzliche und belastende Erinnerungen ins Gedächtnis rufen, sich einem anderen anvertrauen
GELÖST Die befreiende Erfahrung losgelassener Schuld bedenken, sich darauf vorbereiten, Sterbenden in einer Weise nahezusein, die es ermöglicht, deren Lebenslast zu erleichtern
ERÜLLT Anderen helfen können, auf das Wesentliche zu achten, dankbar zu sein für ein erfülltes Leben
GESEGNET Um Segen bitten, anderen zum Segen werden beim Abschied
BEGABT Der Abschluß, bestärkt werden, eine Aufgabe erhalten, zuversichtlich an die Aufgabe gehen
Entscheidungsgespräch
Im Anschluß an das Vorbereitungsseminar befindet das Leitungsteam zusammen mit dem Teilnehmer oder der Teilnehmerin über weitere Mitarbeit. Traut sich die Kursteilnehmerin eine Sterbebegleitung zu? In welchem Umfang?
Begleitung und Betreuung der Ehrenamtlichen
Regelmäßige Treffen in der Gruppe geben die Möglichkeit, Schwierigkeiten und Probleme zu besprechen, sich Rat und Bestätigung zu holen. Supervisionsmöglichkeiten sind gegeben.
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